Lehrerabend 2017

ZAWM St.Vith ehrte seine langjährigen Mitarbeiter –
170 Jahre Verdienste in dualer Ausbildung

Anlässlich des Neujahrsempfangs des Zentrums für Aus- und Weiterbildung des Mittelstandes St.Vith (ZAWM), der diesmal im Restaurant Eifeler Hof in Manderfeld stattfand, bedankte sich Direktor Erich Hilger bei seinem dynamischen Team, das tagtäglich durch steten Einsatz und Dynamik die Qualität und Güte des ostbelgischen Handwerks im Süden der DG garantiert.

Aufgrund der aktuellen Schwierigkeiten, die unter anderem auf den demografischen Wandel und Jugendliche mit stets unterschiedlicheren schulischen Vorkenntnissen sowie Sozialkompetenzen zurückzuführen sind, seien die Herausforderungen an den Lehrkörper durchaus nicht einfacher geworden, erklärte Erich Hilger in seiner Ansprache.

„Im Jubiläumsjahr unseres Zentrums stellen wir immer mehr fest, dass wir einen Schwerpunkt auf die Wertevermittlung bei Jugendlichen legen müssen. Die Gesellschaft ist roher geworden und die Schule, beziehungsweise der Lehrbetrieb sind oftmals einsame Felsen in dieser Brandung der Gefühle“.

Trotz der demografischen Schwierigkeiten habe man am St.Vither Standort die Anzahl Lehrverträge hoch halten könne und habe zudem zum ersten Mal in der Geschichte mehr Verträge als das Partnerzentrum im Norden der DG abgeschlossen.

„Und das auch ohne die Kfz-Abteilung, die lange Zeit eines unserer Flaggschiffe war und seit diesem Schuljahr nach Eupen verlagert wurde“, so Erich Hilger.

Der Direktor blickte zudem auf ein erfolgreiches Vierteljahrhundert zurück, in dem die Arbeit der „gewerblichen Fortbildungsschule“ nahtlos fortgesetzt und in Inhalten und Ausführungen verbessert werden konnte.

„Von anfänglichen 4.000 Stunden wurde das Stundenkapital auf derzeit 8.000 verdoppelt. Vielleicht gelingt uns als verlässlicher Partner in der Aus-, Fort- und Weiterbildung in den kommenden 25 Jahren eine ähnliche Entwicklung“.

Als Herausforderungen für die Zukunft nannte Erich Hilger die passende Reaktion auf den derzeitigen demografischen Wandel, die Neupositionierung der Schule hinsichtlich des gesellschaftlichen Wandels in Form des festzustellenden Werteverlustes sowie die infrastrukturelle Verbesserung durch den Bau eines Campus.

„Wir schaffen was!“, resümierte der ZAWM-Direktor zufrieden, bevor er insgesamt sieben verdienten Lehrkräften für ihren langjährigen Einsatz im Dienste der dualen Ausbildung im Süden der DG dankte.

Der Direktor sprach seinem gesamten Personal ein hohes Maß an Engagement, Motivation und Idealismus aus; die Lehrkräfte, die Sozialpädagogen, die Fachkoordinatoren sowie das Sekretariat und der Verwaltungsrat agiere zum Wohle der Jugendlichen und biete jedem somit auch eine entsprechende Chance auf das Erlernen eines nachhaltigen Berufes.

„170 Jahre Dienstzeit sind der Beweis für ein stabiles und zugleich auch dynamisches Lehrerkollegium“, so Direktor Hilger.

Melanie Scheuren (10 Jahre Einzelhandel), René Plaire (10 Jahre Schreinerausbildung), Willy Paquet (25 Jahre Kfz-Ausbildung), Ralph Gillessen (25 Jahre Betriebslehre), Gerd Hennen (30 Jahre Allgemeinkunde Deutsch), Ernst Classen (30 Jahre Metallbau) sowie Oswald Weber (30 Jahre Rechtslehre Meister) erhielten für ihren Einsatz jeweils Präsente überreicht. (gh)

[Grenz-Echo vom 07.03.2017]