Moin, Moin… aus Hamburg

Maxim Lejoly aus Weywertz, der in St. Vith als Uhren und Schmuckfachverkäufer ausgebildet wurde, lebt und arbeitet seit nunmehr 2 ½ Jahren in Hamburg.

Bei unserem diesjährigen Praktikumsaustausch nach Norderstedt, an dem 5 Lehrlinge des 2. Jahres Einzelhandel teilnahmen, hatten wir das Vergnügen, dass Maxim uns als Reiseleiter durch Hamburg führte.

Bei dieser Gelegenheit hat er uns gerne Rede und Antwort gestanden.

Maxim, vor ziemlich genau 5 Jahren hast du ebenfalls an einem Auslandspraktikum nach Norderstedt/Hamburg teilgenommen. War das ausschlaggebend für Dich nach Hamburg zu ziehen?
Ja so ist es. Dadurch, dass ich Kontakt zu meinem Praktikumsbetrieb dem Juwelier Rubin im Herroldscenter gehalten habe, hat man mir nach Beendigung meiner Ausbildung in St. Vith eine Stelle als Fachverkäufer angeboten. Und da ich sehr viel positive Erfahrung während meines Praktikums dort sammeln konnte, war mein Entschluss  schnell gefasst. Zu dem stand man mir bei der Wohnungssuche hilfreich zur Seite.

Hamburg mit St.Vith bzw. Weywertz zu tauschen ist das dir nicht schwer gefallen?
Nein, von Natur bin ich ein weltoffener Typ, der gerne reist und Neues wagt.

Wie stand oder steht deine Familie zu der Entscheidung?
Meine Familie unterstützte mich bei meinem Vorhaben. Hamburg ist nicht aus der Welt. Dank der neuen Kommunikationsmöglichkeiten ist es sehr leicht, jederzeit Kontakt zu haben.

Wie ist es dir denn seit deinem Umzug nach Hamburg ergangen?
Ich bin in Hamburg angekommen. Die ersten 2 Jahre habe ich, wie bereits gesagt, bei Juwelier Rubin gearbeitet. Nach erfolgreicher Einarbeitung avancierte ich zum Filialleiter. Eine interessante und verantwortungsvolle Aufgabe  und dennoch habe ich dort gekündigt.

Mit 21 Jahren schon  Filialleiter und dann kündigen? Das verstehen wir nicht ganz!
Gerade, weil ich erst 21 bin suchte ich eine neue Herausforderung und wollte/will noch lernen. Auch zog es mich etwas näher ins Zentrum von Hamburg.

Eine neue Anstellung hast du dann beim Luxusjuwelier Bulgari in Hamburgs feinster Einkaufsmeile „Neuer Wall“ gefunden.
Genau, durch eine Stellenanzeige im Internet bin ich darauf aufmerksam geworden. Ich habe mich beworben und wurde zu einem Vorstellungsgespräch ins AtlantikHotel hier in Hamburg eingeladen. Unter vielen Bewerbern konnte ich mich trotz meines jungen Alters durchsetzen.

Und, ist dein Traum in Erfüllung gegangen? Gefällt es dir bei Bulgari?
Es gefällt mir sehr, sehr gut! Bulgari ist ein erfolgreiches, traditionelles Unternehmen mit einer interessanten Firmengeschichte. Von meinen erfahrenen Kollegen kann ich in der Tat noch viel lernen.

Wie unterscheidet sich denn der Verkaufsalltag beim Luxusjuwelier und dem Uhren-und Schmuckfachverkäufer?
(Maxim lacht) Man muss wissen, dass die Preise bei Bulgari im oberen Preissegment liegen. Demnach anspruchsvoll ist auch die Kundschaft. Voraussetzung sind sehr gute Umgangsformen und Warenkenntnisse. Die Kundschaft ist international. An meinem Englisch bin ich zur Zeit am lernen. Vorteilhaft wären auch Kenntnisse in Chinesisch und Russisch, aber was nicht ist kann ja noch werden.

Wie lebt es sich denn sonst so in Hamburg?
Hamburg ist eine multikulturelle Millionenstadt die niemals schläft. Der Hamburger an sich ist sehr freundlich, aber reserviert. Mittlerweile habe ich viele Freunde und Bekannte. In der Woche trifft man sich zum Sport, geht gemeinsam Essen oder ein Glas trinken. Am Wochenende zieht man um die Häuser, wie zu Hause halt. Nur ist hier das Angebot etwas größer. 

Dieser Praktikumsaustausch vor fünf Jahren hat dir also Tür und Tor geöffnet?
So ist es, es freut mich jedes Jahr aufs Neue, wenn Frau Müller wieder eine Truppe beisammen hat und die Lehrlinge diese Chance ergreifen. Ich kann nur sagen:“Danke Europa“