Holzbauer

Der Beruf des/der Holzbauers/in ist in seiner Vielseitigkeit kaum zu überbieten und verbindet traditionelles Handwerk mit innovativer Technik, wie zum Beispiel das Zeichnen am PC oder das Fertigen mit computergesteuerten Bearbeitungsmaschinen.

Holzbauer/innen bauen Dächer: vom Sattel- und Flachdach bis zur Kirchturmkuppel. Beim Dachbau sind zeichnerische und mathematische Vorlagen zu erstellen und in die Praxis umzusetzen. Nach guter Planung passt auf der Baustelle ein Teil ins andere. Deshalb sind räumliches Denken, gute mathematische Vorkenntnisse und körperliche Fitness Voraussetzung für eine Bauschreinerausbildung.

Holzbauer/in betätigt sich auch im Holzbau. Hier sind bauphysikalische Gesetze ebenso zu beachten, wie zeitgemäße energietechnische Anforderungen. Behaglichkeit, Raumklima und die spätere gute Nutzbarkeit der Räume eines Hauses sind Aspekte, die berücksichtigt werden. Der Holzbau mit seinen innovativen Methoden und neuen Materialien entwickelt sich rasant und trägt maßgeblich dazu bei, dass der Beruf des/der Bauschreiners/in zu den ökologisch nachhaltigen gezählt werden kann.

 

Berufsübergreifende Kompetenzen

Die Ausbildung verlangt sowohl solide schulische Vorkenntnisse als auch gute Leistungen während der Lehre in Mathematik und Physik. Wichtig – z.B. zum Lesen von Plänen – ist auch ein abstraktes Denkvermögen, selbständiges, verantwortungsbewusstes und sicheres Handeln. Die Ausbildung ist vielseitig und verlangt handwerkliches Geschick für grobe wie auch für sehr feine Arbeiten.

Um den Beruf Holzbauers/in erfolgreich erlernen und ausüben zu können, werden folgende berufsübergreifenden Kompetenzen benötigt:

 

Abstraktes und logisches Denken:

  • die Fähigkeit, anhand von Plänen, Funktionen und Abläufe sowie Ursachen von Fehlern erkennen können, zu begreifen (z.B.) und in konkrete Arbeitsschritte daraus abzuleiten;
  • ausreichendes räumliches Denken zur Planung und Anbringungen von Installationen (z.B. ).

 

Rechenkompetenz:

  • die Voraussetzung für den Erwerb von zahlengebundenen Kenntnissen mitbringen

(u. a. Grundrechenarten, Dreisatz, Anwendung von mathematischen Formeln, Grundlagen der Geometrie und Trigonometrie);

  • fachbezogene Rechenmethoden verstehen, erlernen und einsetzen;
  • die Fähigkeit Größen und Maße zu bestimmen, Größenordnungen einzuschätzen, Maßvorgaben umzusetzen und zu überprüfen.

 

Handwerkliche Fertigkeit und Motorik:

  • die Fähigkeit, schnell und genau koordinierte Abläufe auszuführen, Objekte zu ergreifen, zu steuern oder zusammenzubauen;
  • die Fingerfertigkeit im Umgang mit elektrotechnischen Komponenten und Verkabelungen weiter zu entwickeln;
  • die Fähigkeit, optische Wahrnehmung und motorische Reaktion aufeinander abzustimmen, sowohl in einfach überschaubaren als auch in komplexen, sich rasch ändernden Situationen und für vielseitige maschinelle Abläufe.

 

1.3. Aufbau der Lehre

Die Lehrzeit umfasst ein Ausbildungsjahr. Um die Ausbildung zum Holzbauer/in zu erlernen müssen die Lehrlinge in Besitz von einem folgenden Diplom sein:

Das Gesellenzeugnis des Bauschreiners;

Das Studienzeugnis der Oberstufe des beruflichen Sekundarunterrichtes (6.B)

Das Studienzeugnis der Oberstufe des technischen Sekundarunterrichtes (6.TQ)

 

Am Ende des Lehrjahres werden (theoretische) Prüfungen sowohl in den Allgemeinkenntnisfächern (A) als auch in den Fachkundefächern (B) abgelegt.

Zum Abschluss der Ausbildung wird zusätzlich zu diesen Prüfungen eine praktische Gesellenprüfung (C-Prüfung) abgelegt.