Restaurierung alter Bausubstanz


Seit dem 1.1.1994 liegt der Denkmalschutz in der Verantwortung der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Ostbelgien, die nähere und weitere Umgebung sind reich an erhaltenswerten Bauten und Denkmälern.

Die richtige Konservierung, Restaurierung und Renovierung dieser Bausubstanz stellt eine Herausforderung an unsere Bauunternehmer dar.
Der Schutz und die Erhaltung der Kulturdenkmäler stellen uns vor eine große Verantwortung gegenüber den kommenden Generationen. Unsere Aufgabe ist es, einerseits diese Gebäude in ihrer Eigenheit so zu erhalten und sie andererseits in unser heutiges, wirtschaftliches und kulturelles Leben einzubeziehen. So müssen wir respektvoll und feinfühlig mit dem handwerklichen Können unserer Vorfahren umgehen, um durch neue Verfahren und Techniken der alten Bausubstanz ihren geschichtlichen und kulturellen Wert wiederzugeben.

Im Anschluss an eine schon erworbene fachliche Ausbildung oder eine gründliche Erfahrung in einem Bauberuf zielt dieser Unterricht auf die Ausbildung wirklicher 'MACHER', die mit Sachverstand, Respekt und Feinfühligkeit eine solch schwierige Aufgabe angehen können.

Unterrichtsinhalt

Nach einer allgemeinen Einführung in die Thematik und dem Vermitteln von Grundkenntnissen im Bereich der Restaurierung und der Renovierung, ergründen die Kursleiter gemeinsam mit den Teilnehmern die Möglichkeiten und Grenzen in der Restaurierungsarbeit. Unterstützend werden dafür die gesetzlichen Bestimmungen und die Regelungen im Denkmalschutz vermittelt.

Durch das Studium der verschiedenen Stilrichtungen und der Entwicklung der Architektur in Belgien und den angrenzenden Ländern soll der Teilnehmer mit der stilgerechten Renovierung der Bausubstanz vertraut gemacht werden.
Im Unterrichtsfach TECHNOLOGIE wird dem Teilnehmer das nötige technische Wissen zur Restaurierung und Renovierung der alten Bausubstanz vermittelt. Dabei werden die Themen Baustruktur, Gebälk, Bedachung, Innen- und Außenschreinerei, Innengestaltung, Heizung, Sanitär, Strom, ... behandelt.
Anhand konkreter Beispiele wird auch die verwaltungstechnische Ebene analysiert. Durch praktische Studien und Simulationen am Objekt wird die Theorie mit der Praxis in Verbindung gebracht.

Unterrichtsmethode

Der Unterricht wird projektbezogen aufgebaut. Dadurch wird eine dynamische Gestaltung des Kurses gewährleistet. Durch einen gegenseitigen Erfahrungsaustausch beteiligen sich die Schüler aktiv an der Unterrichtsgestaltung. Gestützt auf eine fachbezogene Dokumentation erarbeitet die Gruppe auch eigene Projekte. Die Kursleiter bringen ihre praktischen Erfahrungen mit in den Unterricht ein und garantieren dadurch eine praxisnahe Ausbildung.

Diplom

Ein vom Minister anerkanntes Meisterdiplom. Eine Bescheinigung wird den Teilnehmern ausgestellt, die nicht den Betriebsleiterkursen folgen.

Zulassungsbedingungen

min. 18 Jahre alt sein
min. ein Gesellenbrief oder ein Diplom im Baufach nachweisen können (Konstruktion oder Ausbau)
im Bau- oder Ausbausektor als Selbständiger, leitender Angestellter oder Arbeiter tätig sein und eine Berufserfahrung von min. 2 Jahren nachweisen können.

Informationen

DAUER: 2 Jahre

ZAWM St. Vith

080/227 312