Abitur nach der Lehre

Abitur machen nach der Lehre - Die duale 7. B

 

Vorbereitungskurse zur Erlangung des Abschlusszeugnisses der Oberstufe der Sekundarschule (7. B)

Aufgrund des Dekretes vom 25. Mai 2009 wird Gesellen, die Inhaber des Abschlusszeugnisses der Unterstufe der Sekundarschule sind, nun durch das IAWM ebenfalls das Studienzeugnis des sechsten Jahres des berufsbildenden Sekundarunterrichtes verliehen. So haben sie Zugang zu den siebten Jahren des berufsbildenden Sekundarunterrichtes, durch dessen erfolgreichen Abschluss die Möglichkeit besteht, das Abchlusszeugnis der Oberstufe des Sekundarunterrichts und damit das allgemeine Abitur und eine ausreichende Studierfähigkeit und Vorbereitung auf die Meisterausbildung zu erlangen.

WER KANN TEILNEHMEN?

- Gesellen/innen mit mittlerer Reife (3A oder 3TQ bzw. 4B bestanden)
- Gesellen/innen mit mittlerer Reife und Studienzeugnis 6B
- Erfolgreiche Absolventen/innen der 6.B
- Lehrlinge (aktuell in Ausbildung) mit mittlerer Reife, die die   allgemeinbildenden
  Kurse der Lehre (A) erfolgreich abgeschlossen  haben.

INHALTE:

Das Modul umfasst die Unterrichtsfächer Mathematik, Deutsch, Französisch, Naturwissenschaften, Human- und Sozialwissenschaften, IKT, Betriebswirtschaft und Methodik.

Mathematik

110

Deutsch

110

Französisch

  80

Naturwissenschaften

110

IKT (Informatik)

  20

Betriebswirtschaft

  60

Human- und Sozialwissenschaften

  80

GESAMT

570

Der Vorbereitungskurs von insgesamt 570 Unterrichtsstunden findet am ZAWM St.Vith berufsbegleitend statt:

montags, dienstags und mittwochs jeweils von 18:30 - 22:00 Uhr

ORGANISATION:

Die Kurse werden berufsbegleitend angeboten, sodass die Kandidaten/innen nach wie vor einer Erwerbstätigkeit nachgehen können (und sollen).
Die Gesamtdauer erstreckt sich auf knapp zwei Jahre (z.B. zwei Abende oder ein Abend und ein Samstagvormittag, d.h. insgesamt rund 9 Wochenstunden).

ABSCHLUSSPRÜFUNG:

Die Kandidaten schreiben eine Abschlussarbeit und legen ihre Abschlussprüfung vor dem Prüfungsausschuss der Deutschsprachigen Gemeinschaft für den Sekundarunterricht ab. Die Termine und Fächer der externen Prüfung 2017 können bei Herr Jörg Vomberg des Ministeriums der Deutschsprachigen Gemeinschaft abgefragt werden:

Prüfungsausschuss der DG für den Sekundarunterricht
Jörg Vomberg
Gospert 1 - 4700 Eupen
Tel. 087/59 63 65
joerg.vomberg@dgov.be


Es wird ein Diplom der Deutschsprachigen Gemeinschaft vergeben.

Interessant zu wissen:

Bei erfolgreicher Teilnahme dieser Ausbildung, kann das ZAWM von den entsprechenden Ausbildungsblöcken im 1. Meisterjahr der Betriebsführungskurse (A) dispensieren.


EINSCHREIBUNGEN

Zur Einschreibung erforderliche Dokumente:

  • Einschreibeformular (siehe unten)
  • Die Kopie des Personalausweises
  • Die Kopie des Diploms der Mittleren Reife, des Gesellendiploms und/oder das Studienzeugnis der 6B
  • Einen tabellarischen Lebenslauf und aktuelles Passfoto

Einschreibegebühr: 190,- € pro Jahr (2 Jahre)
Die Einschreibegebühren enthalten die Kosten für Einzelkopien.
Bücher, Skripte und Unterrichtsmaterialien werden getrennt abgerechnet.

Bitte wenden Sie sich an das
Zentrum für Aus- und Weiterbildung des Mittelstandes V.O.G. St. Vith
Luxemburgerstraße 2A - 4780 St. Vith
T   080/227 312 -- F   080/227 522
E-Mail: info@zawm-st-vith.be

Abschlusszeugnis der Oberstufe des Sekundarunterrichts (Abitur)

Das Zeugnis kann im allgemeinbildenden, technischen, berufsbildenden oder Kunstunterricht erworben werden.
Es gibt keinerlei Vorbedingungen bezüglich des Alters, der Vorstudien oder der vorher erworbenen Studiennachweise.

Einschreibung

Die Einschreibungen finden im Februar statt.
Die Einschreibeunterlagen sind beim Ministerium erhältlich oder hier im Download.

Die Einschreibegebühr beträgt 12,50 € pro Prüfungsteil. Sie wird auf keinen Fall zurückerstattet und kann auch nicht auf eine folgende Prüfungssitzung übertragen werden.

Prüfungssitzungen

Zu den Prüfungen der ersten Prüfungssitzung sind alle Kandidaten ohne Ausnahme zugelassen.

Pro Kalenderjahr findet eine Prüfungssitzung von Mai bis Juni statt.
Der Prüfungsausschuss kann beschließen, dass eine zweite Sitzung stattfindet. Diese wird von September bis Oktober organisiert.

Zur eventuell organisierten zweiten Sitzung sind die Kandidaten zugelassen, die in der ersten Prüfungssitzung eingeschrieben waren und für die der Prüfungsausschuss eine zweite Sitzung genehmigt. Der Kandidat kann gegen die Entscheidung, ihn nicht zur zweiten Sitzung zuzulassen, Einspruch erheben. Die Einspruchsfrist beträgt zwei Wochen.

Die Kandidaten, die zu einer zweiten Sitzung zugelassen sind, haben bis Anfang August (das genaue Datum wird jedes Jahr neu mitgeteilt) die Möglichkeit mitzuteilen, ob sie an den Prüfungen der zweiten Sitzung teilnehmen oder nicht.

Die genauen Termine und der Prüfungsplan werden den Kandidaten rechtzeitig nach erfolgter gültiger Einschreibung mitgeteilt.

ACHTUNG
Der Kandidat, der bei einer Prüfung abwesend ist, ohne sich vorher beim Schriftführer abgemeldet zu haben, und der nicht innerhalb von fünf Tagen ab dem Tag der Prüfung seine Abwesenheit ausführlich begründet oder eine ärztliche Bescheinigung einreicht, wird von der nächsten Prüfungssitzung ausgeschlossen. Der Vorsitzende entscheidet darüber, ob die Begründung der Abwesenheit annehmbar ist.


Prüfungsbefreiungen

Vom Prüfungsausschuss gewährte Befreiungen

Der Prüfungsausschuss kann dem Kandidaten aufgrund der Prüfungsergebnisse vor dem Prüfungsausschuss für bestimmte Prüfungsteile bzw. -fächer eine Befreiung gewähren.

Von der Regierung gewährte Befreiungen

Die Regierung kann Inhabern des Abschlusszeugnisses der Unterstufe / Oberstufe des Sekundarunterrichts bzw. des Gesellenzeugnisses Prüfungsbefreiungen gewähren, falls aus dem betreffenden Studiennachweis hervorgeht, dass sie eine ähnliche Prüfung erfolgreich abgeschlossen haben.
 

Gültigkeit der Prüfungsbefreiungen

In folgenden Fächern sind die Prüfungsbefreiungen zeitlich unbegrenzt gültig: Sprachen, Mathematik, Geschichte, Erdkunde, Philosophie, Humanwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Naturwissenschaften und Psychologie.
Die Fächer haben eine Gültigkeit von zehn Jahren.

Gesetzliche Grundlagen

  • Dekret vom 18. April 1994 bezüglich der Einsetzung des Prüfungsausschusses der Deutschsprachigen Gemeinschaft für den Sekundarunterricht sowie die Durchführung der Prüfungen vor diesem Ausschuss
  • Erlass der Regierung vom 20. Juli 1994 über die Zusammensetzung und die Arbeitsweise des Prüfungsausschusses der Deutschsprachigen Gemeinschaft für den Sekundarunterricht sowie die Durchführung der Prüfungen vor diesem Ausschuss

Vorbereitungskurse

Grundsätzlich bereitet der Kandidat sich im Selbststudium auf die schulexternen Prüfungen vor.

Für verschiedene schulexterne Prüfungen finden jedoch Vorbereitungskurse statt. Die Teilnahme an diesen Kursen ist nicht verpflichtend.

Auf das Abschlusszeugnis der Oberstufe des technischen Befähigungsunterrichtes Abteilung "Sekretariat" bereitet das Institut für Weiterbildung Eupen vor.
Dieser Vorbereitungskurs wird als Tagesunterricht angeboten.

In der Abteilung "Pflegewissenschaften" der Autonomen Hochschule wird ein Studienjahr in der Studienrichtung "Animator für Kindergemeinschaften" angeboten. Dieses Jahr dient der Vorbereitung auf die Prüfungen, die zum Abschlusszeugnis der Oberstufe des berufsbildenden Sekundarunterrichts führen.

Die ZAWMs Eupen und Sankt Vith bieten den Personen, die eine Mittlere Reife haben und eine Lehre erfolgreich abgeschlossen haben, ebenfalls einen Vorbereitungskurs an. Dieser bereitet auf ein Abschlusszeugnis der Oberstufe der berufsbildenden Sekundarunterrichts vor.

 

Quelle: Bildungsserver der Deutschsprachigen Gemeinschaft