Die Eishauswette - 2008

Die Idee

Anlässlich des Holzerlebnistages erging die Bitte des Kompetenzzentrums Holz an die Mitglieder, eine originelle Aktion zu starten.

Der Fachlehrer des ZAWM St.Vith, Herr Heinrich EICHER, hatte die Idee, ein gedämmtes Holzhaus zu bauen und damit eine Eisblockwette durchzuführen.

Es ist allgemein bekannt, dass gut gedämmte Holzhäuser sehr wenig Heizenergie benötigen.
Deren Wärmeverlust ist gering, und sie sind gegen äußere Witterungseinflüsse bestens geschützt.

Doch was leisten sie wirklich? Bei der Enthüllung am 24. Juni 2005 zeigt es sich.

Folgende spannende Fragen werden beantwortet:

  • Wie viel ist vom Eisblock geschmolzen?
  • Stimmt die Aussage: „Gedämmte Holzhäuser sparen Energie und schonen damit die Umwelt.“
  • Ist überhaupt etwas vom Eisblock übrig geblieben?
  • Hat das gedämmte Holzhaus den Eisblock vor allen Witterungseinflüssen schützen können?
  • Hat es seinen Dienst getan?

Im Rahmen der Lehrlings- und Meisterausbildung im ZAWM St.Vith befasste sich das Expertenteam, Heinrich Eicher, Alexander Keller und Hermann Dederichs, mit der Entwicklung der Holzständerkonstruktion.  Sie sammelten Informationen und entwarfen die Bauanleitungen.

Das Experiment

Einen Eiswürfel herzustellen, ist kinderleicht.
Wasser in einen Eiswürfelbehälter einfrieren und fertig.

Schwieriger wird es bei 2 Eisblöcken von 1m x 1m x 1m.

Die Wette startete am 10. Mai 2005 und lief bis zum 24. Juni 2005.

In dieser Zeit werden unter Eisblock-Experten heiße Diskussionen geführt, ob man einen fast zwei Tonnen schweren Eisblock, eingeschlossen in eine gut gedämmte Holzrahmenkonstruktion, nach 45 Tagen noch als solchen erkennen kann oder nur noch Gießwasser für die Geranien vorfindet.

Durch dieses Experiment sollen folgende Fragen beantwortet werden:

  • Wie viel ist vom Eisblock geschmolzen, bzw. ist überhaupt etwas vom Eisblock übrig geblieben?
  • Stimmt die Aussage: „Gedämmte Holzhäuser sparen Energie und schonen damit die Umwelt“?

Doch wo bekommt man so große Eisblöcke her und wie schafft man sie in das vorbereitete Holzhaus?

Der Sponsor CUBIGLACE in Malmedy hat 2 Eisblöcke auf –25° gefroren.

Am 10. Mai 2005 wurde das aufwendige Projekt dann im Beisein der Presse vor dem Rathaus in St. Vith aufgebaut.

In den 45 Tagen des Experimentes stellte wechselhaftes Wetter (von Frost- bis zu Hitzeperioden mit über 30°) das Experiment auf eine harte Probe.

Das Ergebnis wurde am 24. Juni 2005 gelüftet.

Ergebnis der Eisblockwette

Am 10. Mai 2005 wurden, im Beisein des Gerichtsvollziehers, Herrn Marc Schmitz, 2 Eisblöcke mit einem Gesamtgewicht von 1923 kg in einem isolierten Holzhaus eingeschlossen und versiegelt.

Am 24. Juni 2005 wurde das Holzhaus unter Aufsicht von Herrn Notar Edgar Huppertz geöffnet und das verbliebene Eis gewogen.

Vom Eis sind demnach noch 1382 kg übrig geblieben, das entspricht 76,06 % übrig gebliebenes Eis. Der Eisverlust ist also 23,94 %.

Die Gewinner
1. Preis: Erhard JOUSTEN aus Halenfeld  (Schätzung: 76,02%)
2. Preis: Johannes LEUTER aus Eupen  (Schätzung: 76,00%)
3. Preis: Martina PALM aus Büllingen  (Schätzung: 76,00%)

Bilder der Eishauswette