Unsere Metallbauer auf Tour...

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Besichtigung des Weltkulturerbes « Völklinger Hütte »

Seit ihrer Stilllegung im Jahr 1986 steht die Völklinger Hütte unter Denkmalschutz. Im Jahr 1994 wurde die Anlage mit 6 Hochöfen von der UNESCO in die Weltkulturerbe-Liste aufgenommen. Die Völklinger Hütte ist ein einzigartiges Zeugnis der Industriekultur und der Technikgeschichte des
19. und frühen 20. Jahrhunderts.

Unser Besucherführer war ein ehemaliger Hüttenarbeiter. Er konnte uns ein lebendiges Bild des harten Arbeitsalltags mit allen Extremsituationen vermitteln. Wir waren über zahllose steile Treppen unterwegs durch die einst für Fremde „verbotene Stadt“.

Die Sinteranlage, die Kokerei, die Gichtbühne mit den Winderhitzern und der Hochofenabstich wurden anschaulich und detailliert erklärt. Höhepunkt der Besichtigung war das monumentale Gebläsehaus mit den gigantischen Schwungrädern. Nicht nur die technische Seite der Roheisenproduktion wurde angesprochen, sondern auch die Gefahren und gesundheitlichen Risiken, denen tausende Hüttenarbeiter ausgesetzt waren.

 

Besichtigung des Blasstahlwerks und der Saarschmiede

Das in Dillingen erzeugte Roheisen wird mittels Torpedowagen in das Blasstahlwerk am Standort Völklingen transportiert und dort durch das Sauerstoff-Aufblasverfahren zu Stahl gefrischt.

Durch die Nachbehandlung wird die Stahlqualität verbessert und erwünschte Begleitstoffe entfernt.

Der fertigbehandelte flüssige Stahl wird zum großen Teil in einer Strangussanlage zu Strängen vergossen. Die Stränge haben somit die Ausgangsform für das Walzen.

Für die sehr großen Schmiedestücke werden Kokillenblöcke gegossen. Werkstücke bis zum 150 Tonnen Gewicht und 26 m werden in der kompletten Fertigungslinie bearbeitet.

 

Torpedowagen
Sauerstoff-Aufblasverfahren
Strangussanlage
Kokillenblöcke
Warmumformung-Schmieden
Wärmebehandlung: Härten
Bearbeitung mit CNC gesteuerten Maschinen